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actio spes unica Pfarrer Milch St. Athanasius Bildungswerk Aktuell

Rundbrief vom 7. Februar 1985

Meine lieben Brüder und Schwestern in der actio spes unica!

 

Am Anfang meine dringende Bitte an Sie alle und an jeden Einzelnen von Ihnen:

Werden Sie nur jetzt nicht müde – überhaupt nie und gerade jetzt nicht!!!

Bitte kommen Sie zum nächsten spes-unica-Sonntag in Mainz, Konzerthaus Eltzer Hof, Eingang Mittlere Bleiche, am Sonntag, dem 24. Februar 1985! Das wichtige, höchst aktuelle Thema – unter verschiedenen Gesichtspunkten höchst aktuelle Thema – lautet: "Das eine, was not tut!" Kommen Sie bitte! —

 

Einige wesentliche Gedanken zur Liturgie des heiligen Opfers.

Das Opfer des Gottmenschen ereignet sich im ewigen Jetzt des innerdreifaltigen Lebens im Du-zu-Du des Sohnes zum Vater durch den Heiligen Geist – es ist eingegangen in die Ewigkeit. Der Gedanke, in dem der Vater Sich ausspricht und erkennt, das von Ihm gezeugte Wort, der Gott-Sohn wird Mensch und übersetzt als Mensch seine ewige Liebeshingabe zum Vater hin in die Gestalt des Opfers. Opfer heißt: Sich von sich selber losreißen unter mächtigem Weh. Unter rücksichtsloser Selbstpreisgabe eingehen in den Geliebten um des Geliebten willen.

So geht Christus als Mensch unter rücksichtsloser Selbstpreisgabe in äußerstem Weh ein in das geliebte Du des Vaters um des geliebten Menschen willen. Er opfert Sich dem Vater für den Menschen und wirkt so die Einheit des Menschen mit Gott und das Eingehen des Menschen in Seine Herrlichkeit.

Dieses Sein Opfer hat Seine allmenschliche Wirkung und den unüberbietbaren Erfolg in Maria. Wäre einzig Maria jasagende Empfängerin des Sich opfernden und geopferten Gottmenschen, so wäre das Höchstmaß der Wirksamkeit Seiner erlösenden Tat erreicht.

Der Kreuzestod, Ausdruck der unendlichen Feuersbrunst göttlicher Liebe, flammender Leidenschaft für den Menschen, ist dennoch zugleich die völlig freie Tat des Gott-Sohnes. Er bedarf des Menschen nicht. Und gerade die äußerste Hingabe für den Menschen ist in sich absolut unabhängig: das Opfer ist souverän und braucht keineswegs irgendeine Wirkung, irgendeinen Erfolg. Und erst recht, nachdem in Maria, die jedes einzelnen Menschen Wesenheit umfaßt und in sich enthält, die Fülle des Sich fallen lassenden Christus wie in einer offenen Schale gelandet ist, bedarf es keines einzigen Menschen, der hinzukommt. Gerade weil das Opfer Dich und mich nicht braucht, ist es ganz und gar für mich da in der vollkommensten Zuverlässigkeit der Liebe. Denn wahrlich – ich brauche den, der mich nicht braucht. –

Dieses blutige Opfer, das göttliche Opferlamm, das eine einzige blutende Wunde ist, geht mit der Himmelfahrt des Herrn ein ins ewige Jetzt der Hingabe des Sohnes zum Vater. Und wo sich ein Mensch, der durch die Priesterweihe ausgestattet ist mit der Macht, als Christus zu wirken, (der also mit anderen Worten zum Christus geweiht ist) sich anschickt, Brot und Wein dem Vater hinzuhalten als Ausdruck verheißungsvoller Armut und Sehnsucht und über sie die verwandelnden Worte zu sagen, da wird aus der Ewigkeit das Opfer in die jeweilige Zeit und den jeweiligen Ort hineingenommen und ereignet Sich vor dem Angesicht der Jasagenden für die Jasagenden.

Da es aus dem unaussprechlichen Licht der Ewigkeit kommt, ist es nach dem Willen des Herrn, der es gewagt hat, den Händen der Geweihten das Allerhöchste anzuvertrauen, Epiphanie, Aufstrahl des himmlischen Lichtes, vorgegeben, entrückt, souverän, unabhängig, leuchtend: durch räumliches Entferntsein den Anblick der göttlichen Größe ermöglichend und offenbarend, was da in den Menschen eingehen soll und eingeht – das Licht des Innen wird in Seiner Pracht und in Seinem Glanze erkennbar nur in räumlicher Entfernung. Im streng gehüteten sakralen Geheimnis!

Ich wiederhole: Wer des Wesens des Opfers gewahr werden will, der muß die Macht und die Herrlichkeit erschauen, die Sich vor ihm, unabhängig von ihm, frei, vorgegeben, entrückt auftut. Und nur wer so das Opfer des Gottmenschen erfährt, kann die katholische Kirche erfahren.

Meine Freunde!

Man sagt mir immer wieder: "Du mußt mehr Skandale und Exzesse aufzeigen; damit allein kann man den Leuten das Ausmaß der Katastrophe deutlich machen!"

Und ich antworte: Jede "Eucharistiefeier", in welcher die Vorschrift des NOM (neuen Meßordo) getreulich erfüllt wird ohne Eigenmächtigkeit, ist bereits ein himmelschreiender Skandal!!!

Da wird der Priester zum "Vorsteher der Mahlfeier"; der "Altar" als Tisch rückt plump und ordinär in die Nähe der "Gemeinde", wird ihr. gleichsam aufgedrückt; ein Miteinander begibt sich; der Einzelne, dem doch jeweils das ganze Opfer gilt in Seiner Herrlichkeit, wird durch unausgesetztes Reden in der Landessprache, durch kollektives lautes Beten und Singen, niedergewälzt und kommt nicht zum Atem seiner freien Entscheidung und Hingabe. "Wie – Du willst 'für Dich' beten? Willst private, eigenpersönliche Ansprüche zur Geltung bringen, als wärest Du allein auf der Welt?! Nichts da! Mit-gesungen! Mit-gebetet! Mit-gehört! Du bist erst etwas als Mit-glied des Kollektivs!"

Statt des richtigen Wortes 'Kollektiv' wird gewöhnlich das dumme Wort 'fröhliche bzw. lebendige Gemeinde' gebraucht.

Meine lieben Brüder und Schwestern! Das ist das Böse an sich! Der Antichrist!

Christus ist gekommen, den Einzelnen – als Voraussetzung für wahre Gemeinschaft – herauszuwecken aus dem Kollektiv und zu Sich selbst bzw. zu sich selbst – Er und der je Einzelne gehen eine geheimnisvolle Einheit ein – zu führen. Der heilige Augustinus sagt: "Gott und die Seele – sonst nichts!" Erst wo und wenn der Einzelne ein gottgestiftetes, unendlich gewichtiges NUR wird, ist der Ausgangspunkt gegeben für das Erstehen der Gemeinschaft der Eingeweihten.

Das Wörtchen "mit" besagt Teilung, Einebnung des Einzelnen in die Waagrechte, Degradierung des Menschen zur Masse, zum Kollektiv, seine Einbindung in ein innerweltlich-fortschrittliches Vorhaben.

Das erlösende Wort heißt nicht 'mit', sondern IN! Nur in der Senkrechten, im Hinaufgehobensein in die Dimension des Unendlichen, finden die Erweckten, Erleuchteten ineinander. Das ist das Gesetz des Gottmenschentums. –

Wer es also für angezeigt oder auch nur für möglich hält, daß ein katholischer Christ an der sakrilegischen, tief wesenswidrigen Form des Neuen Meßordo teilnimmt, der hat nichts begriffen! Er mag noch so sehr sich auflehnen gegen diesen oder jenen Skandal, mag alle Dogmen anerkennen – es ist all dies eine unglaubwürdige und nichtssagende Theorie ohne Leben. Was katholisch ist, hat der nie erfahren. Er zieht nicht etwa nur nicht alle theologischen Konsequenzen, sondern er zieht überhaupt keine Konsequenzen!

Man könnte jetzt einwenden, der Neue Meßordo könne doch auch recht andächtig, würdig, feierlich – ganz im Sinne vorgegebener Souveränität, vom Volke abgewandt zum Vater hin – zelebriert werden, so daß kaum ein Unterschied zur heiligen Messe aller Zeiten bemerkt würde. Auf diesen kuriosen Einwand gibt es nur die Antwort: Seit wann wird etwas Neues eingeführt, um so zu tun, als sei es noch das Alte? Die Neuerung ist da, um bemerkt zu werden. Und wenn sie bemerkt wird, dann ist es die totale Niederlage und entstellende Verfälschung dessen, was katholisch ist. Es führt kein Weg daran vorbei.

 

Meine Freunde! Alle Neuerungen seit dem "II. Vatikanischen Konzil" leiten sich von einer einzigen antichristlichen Doktrin ab, die da lautet: "Die gottmenschliche Wahrheit', in sich unerkennbar, nur im gemeinsamen Suchen mit allen humanen Weltanschauungen ertastbar, kann nur begriffen werden im Sinne einer solidarischen, allgemein-menschlichen Verpflichtung, als katholische Kirche den durch das Vorbild des Jesus von Nazareth geprägten Beitrag für den Fortschritt der Menschheit zu immer besserer Menschlichkeit zu leisten." Angesichts dieser teuflischen Doktrin, die das Angebot des Gottmenschen und Seinen absoluten Anspruch leugnet, das Begriffspaar "konservativ-progressiv" ins Spiel zu bringen, ist überaus töricht.

Man lernt im Denken und Lesen nie aus, und wer es darin einigermaßen weit gebracht hat, kann nicht umhin, festzustellen, daß die Summe der Ergebnisse des "II. Vatikanischen Konzils", die Gesamtheit seiner Lehren, von jenem oben bezeichneten antichristlichen "Dogma" durchsäuert und durchformt ist.

Wenn ich unter Konzil verstehe die zur gemeinsamen Ausübung ihres Lehr- und Hirtenamtes in Einheit mit dem Papst auf rechtmäßige Einberufung hin versammelten Bischöfe des Erdkreises, so war das II. Vatikanum ein gültiges Konzil. Aber wenn ich damit meine die lehr- und hirtenamtliche Funktion der rechtmäßig zustande gekommenen Versammlung, die Ausübung ihres Lehr- und Hirtenamtes, also das, was gemeinhin unter Konzil verstanden wird, wenn man sich darauf beruft, so muß man sagen:

Das II. Vatikanum war ein vom Subjekt (seiner päpstlich-bischöflichen Trägerschaft) her gültiges Konzil, in seiner tatsächlichen Funktion dagegen ein ungültiges, ein nicht zustande gekommenes: In seiner Trägerschaft und Fähigkeit gültig – in seiner Verwirklichung ungültig, das heißt ein nicht verwirklichtes Konzil.

Die Ausübung des Lehr- und Hirtenamtes ist gebunden an die vorgegebene Offenbarung des Gottmenschen. Freilich hatten sich viele Bischöfe mit Fleiß und bester Hirtenabsicht von 1962 an im Vatikan angeschickt, zur allgemeinen religiösen Erneuerung und zur Entfaltung der heiligen Kirche Wahrheiten zu verkünden und das Apostolat zu beleben. Nur eine Minderheit bemerkte aber, daß sie überlistet wurden von geheimen Drahtziehern und Verschwörern. Die vorgelegten Wahrheiten wurden gerne angenommen und in die end-'gültigen' Texte eingewoben als Tarnung und Alibi für das dominierend in Gang gesetzte Werk der Zerstörung. Das Zerstörungswerk unter der antichristlichen Maxime, sich der Zeit und Welt anzupassen, kann mit dem besten Willen nicht Konzil genannt werden.

Man war angetreten im Zeichen eines Konzils und wurde übertölpelt und mißbraucht zu einem Werk des Antichristen. Dies Werk des Antichristen bestimmt bis zur Stunde das ganze offizielle Gebaren im Raum der katholischen Kirche. Dort, wo sie in Wahrheit ist, wo der gültige Papst, gültige Bischöfe und gültige Priester eingesponnen sind in den ausweglosen Dienst an der Zerstörung, waltet tyrannisch jener antichristliche Lehrsatz und in seinem Gefolge die Infragestellung bzw. Hintanstellung der Inhalte, der Primat äußerer Verhaltensweisen, Zeit- und Weltoptimismus, Ökumenismus, Rätesystem, also Herrschaft von unten her, und die planmäßige Ausschaltung staunenerregender Souveränität und zur Entscheidung weckender Autorität.

Es ist über alle Maßen borniert, so zu tun, als gäbe es "neben" dem Antichristlichen "auch Katholisches und Gutes", als sei nicht das Gesamt des wahrnehmbaren Gebarens beherrscht vom Vorzeichen das Antichristen. Freilich bleibt das in sich Gute gut, aber es wird mißbraucht, falsch gekoppelt und kompromittiert. –

Wer die Lage – gegen den Sinn unseres Erzbischofs – verharmlosend beurteilt, hat nie erfahren, was es mit dem Katholischen auf sich hat. Er frage an bei den Erstgeborenen des Widerstandes!

Wenn ich vom "offiziellen Raum" der Kirche spreche, so meine ich selbstverständlich nicht ihre seinshafte Sichtbarkeit – Papst, Bischöfe, Priester sind sichtbare Gestalten und gültige Träger ihres Amtes – sondern den Umfang ihres tatsächlichen Gebarens. Unser Hochwürdigster Herr Erzbischof Marcel Lefebvre nennt diesen offiziellen Raum – eben das offizielle Gebaren von Seiten der Kirche in seiner Gesamtheit – Revolution – siehe seinen untenstehenden Brief!

Und er hat einen großartigen Vorschlag, um die funktionale und effektive Ungültigkeit des "II. Vatikanum" aufzuweisen: Eine Kommission möge gebildet werden, um alle Konzilstexte im Lichte der katholischen Tradition zu deuten. Unter dem Urteil einer solchen Kommission muß alles unter den Tisch fallen, um das es den wahren, geheimen Initiatoren des 'Konzils' ging und geht. Was nicht unter die Verurteilung fallen wird, ist so selbstverständliche Binsenwahrheit, daß ihretwegen die Einberufung eines Konzils nicht vertretbar gewesen wäre. —

 

Das Erscheinungsbild der katholischen Kirche, meine lieben Brüder und Schwestern, ist fundamental entstellt, verfälscht und in den absoluten Widerspruch zu ihrem Wesen gebracht. Daraus ergibt sich zwingend, daß es nur auf eine einzige, totale und ungeteilte Weise anders werden kann. Wenn es gilt, das Katholische als solches wieder ans Licht zu bringen, kann es keine "Aufbausteine" und keine "kleinen Schritte" geben!!

Wer dies für möglich hält, ist dem Ökumenismus verfallen, der penetrant unter der logischen Absurdität segelt, das Ganze könnte auch zum Teil in Erscheinung treten. Wer dies für möglich hält und vor der Öffentlichkeit diesen inneren Widerspruch proklamiert, schenkt den anderen Toren, den Sedisvakantisten, unnötigerweise eine Menge Munition. Sie wird bereits von deren Seite genüßlich verschossen. Alles, was kein völliger Sieg ist, muß logischerweise für die katholische Sache, um die es geht, eine Niederlage sein. Jubelrufe angesichts von "Teil"-Erfolgen – also Mißerfolgen – sind nicht etwa "kluge Taktik", sondern ungeteilte Dummheit, weil sie die Gewährer solcher fragwürdiger Erfolge zu süffisantem Behagen reizt.

Der Präsident der internationalen UNA VOCE hielt am 28.10.1984 in Düsseldorf – anläßlich einer UNA-VOCE-Tagung – eine Rede, die geprägt war von jener "Ausgewogenheit", die ich schon oft genug unter dem Stichwort 'Objektivitäts-Schablone' gegeißelt habe. Er macht auch in "Taktik" und geht davon aus, daß man die Forderung, dem Neuen Meßordo "ohne jegliche Verachtung" zu begegnen, durchaus befolgen könne.

Sogar unser Hochwürdigster Herr Erzbischof wäre, so sprach er, bereit, anzuerkennen, das neue Missale sei von Paul VI. rechtmäßig eingeführt worden und im römischen Originaltext weder ungültig noch häretisch! Eine unerhörte Unterstellung!

Herr Dr. Krämer-Badoni bat den Hochwürdigsten Herrn Erzbischof Marcel Lefebvre angesichts dieser Unterstellung um ein klärendes Schreiben zur Veröffentlichung im spes-unica-Rundbrief. Monseigneur Lefebvre entsprach dieser Bitte und antwortete mit folgenden Zeilen:

 

 

"+ Ecône, den 19. Dezember 1984

 

Lieber Doktor Rudolf Krämer-Badoni!

Meine Post leidet unter meiner zweimonatigen Abwesenheit von Ecône. Entschuldigen Sie!

Aber ich lege Wert darauf, zu sagen, daß ich das, was Sie in Ihrem schönen Brief sagen, vollständig teile: 'Ihre Genugtuung über das neue Dekret erstreckt sich lediglich auf die Tatsache, daß der Papst Kenntnis von der Fortdauer des ewigen Ritus nimmt.'

Die dem entgegenstehenden Bedingungen sind unannehmbar und dem heiligen Opfer der Messe aller Zeiten verhaßt. Es kann nicht in Frage kommen, den neuen Ritus, diese ökumenische Erfindung, nicht mehr zu kritisieren.

Ich kenne die Behauptungen des Herrn de Saventhem nicht, und ich verstehe nicht, wie er eine Bewertung meinerseits habe behaupten können, die von der oben ausgedrückten verschieden ist [...] Solange der Papst und seine Umgebung liberale, schon von den Vorgängern verurteilte Ideen verkünden, können wir allen Handlungen und Reden, die von seiner Person und seinen Mitarbeitern kommen, nur mißtrauen.

Die mäßigenden Akte der Revolution ändern nicht ihre Prinzipien: Der Papst und die römische Kurie müssen zur Tradition zurückkehren, zu den antiliberalen und antirevolutionären Prinzipien. Das ist der einzige von Gott gewollte Weg für die Vitalität der Kirche. Ich werde Sie gerne in Ecône empfangen, da Sie es wünschen. [...]

Lieber Doktor! Meine lebhafte Dankbarkeit und herzliches Gedenken! Gott segne Sie!

gez. + Marcel Lefebvre."

 

Es handelt sich hier nicht etwa um ein rein privates Schreiben, sondern um ein zur Veröffentlichung in diesem Rundbrief von ihm freigegebenes Schreiben. —

 

Im nächsten Rundbrief werde ich noch ausführlicher eingehen auf die geheimnisvolle Identität mit Christus, die der Priester bei der Spendung der Sakramente eingeht: Immer wenn er als Priester handelt, wirkt er als Christus. Es gibt nur einen Priester: Christus. –

 

Zur Zentrumspartei lassen Sic mich das folgende bemerken:

Das ZENTRUM ist in der Tat die Partei, die als einzige das Recht hat, sich 'christlich' zu nennen, insofern sie eine Politik anstrebt, die in nichts den Grundsätzen des Christentums widerspricht. Und dies leider im Gegensatz zur CDU, die in der Frage der Abtreibung mit sich reden läßt. – Ich bin dafür – und will das Meine dazu beitragen – daß die Zentrumspartei zu einem bestimmenden Faktor unseres politischen Lebens wird. – Alles muß getan werden, sie zu fördern und für das Europaparlament sowie für den Bereich der Länder und Kommunen zu wählen. – Für den Bundestag freilich kann sie erst gewählt werden, wenn solide Aussicht auf die Überspringung der 5%-Hürde besteht. In der Bundespolitik darf nichts getan werden, was die SPD fördert, da sie außenpolitisch unzuverlässig ist und geneigt, sowjetische Westpolitik zu betreiben. Solange also das Zentrum keine Aussicht hat, über 5% hinauszukommen, ist die Wahl des Zentrums für den Bundestag faktisch die Wahl der SPD. – Das ist eine Sache der Zentrumsführung, ihre Mitglieder und Anhänger entsprechen anzuweisen. Für die Wahl zum Bundestag heißt die dringende Notwendigkeit – unter den jetzigen Bedingungen – nach wie vor: Wahl der CDU.

 

Mit innigen Segenswünschen für eine gnadenreiche Fastenzeit – betend für Gesundheit an Seele und Leib für einen jeden Einzelnen von Ihnen und für alle Ihre Lieben –

 

Ihr Pfarrer Hans Milch

Schlüsselbegriffe ?
 
Opfer
   
II. Vatikanum
   
Neue Messe
   
Unbefleckte Empfängnis
   
Besetzter Raum
   
Beitrag
   
Gemeinschaft
   
Brauchen
   
Ineinander
   
CDU
   
Konzilstexte
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